Israelitische Kultusgemeinde Bamberg "Or Chajim" |
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Der Bass-Sänger Igor Dubovsky trat am 26. Oktober 2008 in der IKG Bamberg vor einem großen Publikum auf (Abdruck aus dem Fränkischen Tag vom 29.10.08 m. frdl. Genehmigung)Unterhaltsam in vielen ZungenKONZERT Igor Dubovsky stellte in der Israelitischen Kultusgemeinde die Bandbreite (s)einer Bass-Stimme unter Beweis. Die Zuhörer fühlten sich zu Hause. VON UNSEREM MITARBEITER JÜRGEN GRASSER Bamberg - Traditionelles hebräisches Liedgut, ein Grand-Prix-Siegertitel, "Schwarze Augen" und "Bei mir bist du scheen", dazu die Kavatine des Rudolfo aus Bellinis "Schlafwandlerin": Es kommt wirklich nicht alle Tage vor, dass in einem einzigen Rezital eine derartige Vielfalt geboten wird. Igor Dubovsky aber machte es möglich. Der Konzertnachmittag mit dem Würzburger Bassisten im Gemeindesaal der Israelitischen Kultusgemeinde war profund, tiefgründig und doch unterhaltsam. Und das in vielen Zungen. Mit Bellini und Rossini startete Dubovsky klassisch-italienisch. Der lyrisch-kantablen Kavatine folgte die Buffo-Arie des Basilio aus dem "Barbier von Sevilla", die Dubovsky mit ansprechender Deklamatorik, mit Sinn für Humor und reicher Gestik verlebendigte. Zuhause ist der aus der Ukraine stammende Mittvierziger als so genannter Basso profundo "im tiefen Keller" seiner Stimmlage. Da Ludwig Fischers gleichnamiger Immergrün auch in die russische Oper Eingang gefunden hat, wechselte Dubovsky also zwischen den Sprachen. Sein Bass ist geschmeidig, raumfüllend, und vermag noch im Piano zu tragen. Mit Israels Grand-Prix-Erfolg "Halleluja" von 1979 wurde der Tenor, der in diesem Fall ein einnehmender, profunder Bass war, für den zweiten Teil gesetzt. "Anatevka" durfte nicht fehlen, auch wollten die "Schwarzen Augen" besungen, die russische ebenso wie die ukrainische, die immer jiddische Seele beschworen sein. Zu einem Potpourri bekannter jüdischer Lieder setzte sich Dubovsky selbst ans Klavier. "Bei mir bist du scheen", sang er nicht nur für seine Frau Larissa, die durch das Programm führte. Als verlässlicher Begleiter an den 88 Tasten waltete sonst Holger Berndsen. Er durfte sich in zwei Präludien von Rachmaninow auch solistisch einbringen. Berndsens beeindruckende Technik, sein markantes rhythmisches Spiel, auch die vollen Akkorde wären auf einem Flügel noch besser zum Ausdruck gekommen. Ein Klavier ist eben ein Klavier, und darauf lässt sich die gewaltige Klangwelt etwa des g-moll-Präludiums aus Opus 23 schwerlich darstellen. Umso beeindruckender Berndsens Darstellung. Gemeindevorstand Heinrich Olmer dankte zum Ausklang den Künstlern. Menschen mit einem so außergewöhnlichen Talent gelte es zu fördern. Durch die Bereicherung in der Mitgliederzahl der Gemeinde durch Zuwanderer aus Russland sei das kulturelle traditionell-jüdische Element immens gestiegen. "Wer fragt, welchen Sinn Zuwanderung hat, der konnte heute erleben, wie wach und lebendig jüdische Kultur durch einen Beitrag dieser Art wird." Gewidmet war das Konzert ausdrücklich der Erinnerung an die Staatsgründung Israels im Mai 1948. Bilder des öffentlichen Konzerts
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