Israelitische Kultusgemeinde Bamberg "Or Chajim" |
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![]() Geschichte der jüdischen Gemeinde BambergSehr geehrter Besucher dieser Webseite! Bamberg ist eine der ältesten jüdischen Gemeinden in Deutschland. Wer sich mit jüdischer Geschichte speziell beschäftigt, weiß, daß es natürlich im Mittelalter schon Juden gegeben hat, aber seit wann es nun Juden in Deutschland gibt, ist meistens nur vage umschrieben. Exemplarisch für viele andere Städte mit alten jüdischen Gemeinden wie Worms, Mainz, Trier oder Köln, möchte ich Ihnen einen kurzen Abriss der Geschichte Bambergs und die der Juden in Bamberg darstellen.
![]() Als jüdisches Gemeinwesen wird Bamberg ab der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts erwähnt. Zuerst gab es am Fuße des Kaulbergs, dort ist das Pfahlplätzchen, eine kleine Gemeinde mit einer Synagoge. Diese wurde 1478 vom damaligen Fürstbischof beschlagnahmt und abgerissen. An ihrer Stelle wurde eine Marienkapelle gebaut (s. Bild links). Die Juden wurden aus der Stadt ausgewiesen. Später durften sie zwar wiederkommen, hatten aber für ihren Aufenthalt in der Stadt immense Steuern sowie für das Bleiberecht, den sogenannten "Gedinckten Zins" zu zahlen. Später gab es in der oberen Kesslergasse, das ist heute die Hellergasse, einen neuen zweiten Betsaal und schließlich in der Generalsgasse ab dem 17. Jahrhundert eine neue Synagoge, die 1853 umgebaut wurde. Der Umbau war jedoch so vielfältig, dass die Synagoge einem Neubau glich und so auch zur 4. Synagoge wurde. 1910 wurde schließlich die 5. Synagoge in der Herzog-Max-Straße geweiht, die alte Synagoge profanisiert und an den St.-Otto-Verlag verkauft. Nazi-Diktatur und Nachkriegszeit |