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Gemeindefeiern zu den Hohen Feiertagen
Zu den Hauptfesttagen war die Synagoge traditionell gut besucht. Auch in- und ausländische Gäste kamen gerne, um sich einen Einblick
in die Lebendigkeit der Gemeinde zu verschaffen.>br>
Das Taschlich am zweiten Tag Rosch ha´Schanah gegen Spätnachmittag wurde heuer von sicherlich 20 Personen besucht, die sich am Ufer
der Regnitz in der Nähe der Marienbrücke versammelten, um Brotkrumen als Symbol ihrer Sünden ins Wasser warfen. Mehrere Mitglieder
hatten ihre eigenen Schofarot mitgebracht, sodass man sich schon einmal einüben konnte für die nächsten Tage.
Am 6. Oktober, einen Tag vor Erew Jom Kippur, boten wir unseren Mitgliedern wieder einen „Badetag“ an, als Vorbereitung der rituellen
Reinigung vor Jom Kippur. Vorher fand für Interessenten noch Kapporesschlagen statt, allerdings nicht mit einem Huhn bzw. Hahn, sondern
dem entsprechenden Gegenwert in Geld. War die Beteiligung für die Mikwe das letzte jahr noch sehr bescheiden, so waren dieses mal 6
Jugendliche und Männer und 2 Frauen bereit, diese rituelle Reinigung durchzuführen.
Am Tag von Erew Jom Kippur, am 7. Oktober 2011, um 17 Uhr fand am Alten Rathaus Bamberg, Untere Brücke, am Denkmal für die Opfer des
Nationalsozialismus, eine Gedenkstunde anläßlich des 70. Jahrestages der Ermordung der Kiewer Juden in Babyn Jar im September 1941
statt. Nach der Gedenkrede von Chasan Rudolph verlas die Dr. Yael Deusel (Rabbiner design.) das Gedicht von Babyn Jar von Jewgenij
Jewtuschenko. Anschließend wurden vor dem Denkmal Blumen niedergelegt und Kaddisch gesagt.
Da wir für das Schmücken der Sukka nicht viel Zeit hatten, fuhren Chasan Rudolph, Joachim Engewald und Roman Kutcher noch vor Jom Kippur
in den nahegelegenen Hauptsmoorwald, um geeignete Äste mit viel Laub zu schneiden. Gleich nach Jom Kippur kamen die Schülerinnen und Schüler
sowie die Theaterclubleute um Frau Manastyrskaia zusammen, um die Sukka einzurichten und zu schmücken. Leider waren die Wetterprognosen für
Sukkot nicht gut, sodass wir dieses Mal, bedingt auch durch die knappe Zeit die Sukka nicht so schön ausschmücken konnten wie die Jahre zuvor,
aber dennoch war es eine schöne Sukka. Leider regnete es am Abend von Sukkot recht heftig, sodass an ein längeres Verweilen in der Sukka nicht zu denken war.
An Simchat Torah schließlich wurden die Torahrollen vor Kabbalat Schabbat in einer großen Prozession sieben Mal rund um die Bima getragen,
mit Tanz und Freude und alle Gemeindemitglieder ließen es sich nicht nehmen, doch zumindest einmal die Torahrolle berührt zu haben.
Mit dem Lied „Sisu w-simchu“ wurden schließlich die Torahrollen wieder in den Aron ha-Kodesch eingehoben und im Anschluß den Erew Schabbat
G´ttesdienst gehalten.
Unten können Sie Bilder von den Gemeindefeiern zu den Hohen Feiertagen sehen.
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