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Gedenken zur Reichspogromnacht
Gedenken an die Pogromnacht vom 9. November 1938
Die Gedenkfeier zum 9. November am Standort der zerstörten Bamberger Synagoge stand unter dem Zeichen der Erinnerung an den 71. Jahrestag der Pogromnacht. Bürger und Verantwortliche verschiedener Institutionen und der öffentlichen Hand aus Bamberg und Umgebung gedachten am späteren Nachmittag der Nacht, als in ganz Deutschland die Synagogen durch die Nationalsozialisten angezündet, als der Kommerzienrat Willy Lessing von Nazischlägern misshandelt und andere jüdische Bürger der Stadt Bamberg von ihren Nachbarn gequält wurden. Die Reden wurden von Herrn Oberbürgermeister Andreas Starke und dem Vorsitzenden der Israelitischen Kultusgemeinde Bamberg, Herrn Heinrich Olmer, gehalten. Olmer verwies zuerst auf das Erfreuliche des 9. Novembers, denn durch die Beharrlichkeit der Deutschen, das sozialistische Regime der „DDR“ zu überwinden, sei die Trennung der beiden deutschen Staaten beendet worden.
Leider trete der Umstand, dass die Deutschen bei der Entrechtung ihrer jüdischen Bürgerinnen und Bürger sich dem Terror der Nazis gebeugt und nicht aufgeschrieen hätten, in den Hintergrund. Es sei aber immer noch wichtig genug, die schlimme Zeit nicht zu vergessen, sondern stets daran zu erinnern, um die Entrechtung von Menschen, gleich ob in Deutschland oder anderswo, zu verhindern. Oberbürgermeister Starke stellte die Frage: „Wie lebt jemand, der diesen 9. November überlebt hat?“, und beantwortete sie gleich anhand der Geschichte von Isaak Behar, dessen Familie in der Reichspogromnacht verhaftet wurde. Abschließend trug Herr Chasan Arieh Rudolph das El male Rachamim und den Kaddisch in Hebräisch und Deutsch vor. Bitte lesen Sie hierzu auch die Gemeindezeitung „Darkenu“ von Chanukka 5770 (Jahrgang 11 Nr. 1)
Nachfolgend können Sie Bilder von der Veranstaltung (Copyright der Bilder Rudolf Daniel)
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